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Artichoc

Restaurant

Unser Angebot an klassisschen und traditionellen Gerichten auf Basis hochwertigster Produkte und Weinen spiegelt die vitale Philosophie unseres Hauses wieder.

Immer wieder erneuern und ergänzen wir für Sie unser Angebot an feinen Gerichten und Schmankerln. Dabei stehen für uns die geschmackliche Vielfalt sowie Qualität stets im Vordergrund. Ob Sie einen Hummer mit Kalbsbries oder doch lieber eine gut bürgerliche Entenbrust vorziehen. Wir können Ihnen ebenso überbackene Austern an Champgner anbieten oder bevorzugen Sie dann doch lieber die klassische Bauernpastete mit Zwiebelkonfitüre? Natürlich sind all unsere Produkte und Basisprodukte hausgemacht. Von Bearnaise bis zum Tomatenchutney. Alles aus eigener Herstellung.Dabei stehen für uns die geschmackliche Vielfalt sowie die Qualität stets im Vordergrund.

Abgerundet wird dieses Angebot mit einer vielfältigen Auswahl an französischen und internationalen Weinen.

Und das schreibt die Presse über uns :

Restaurants zum Verführen, Teil 90 Grenzecho (März 2006)
Pariser Flair in der Haas

Von Franz-Josef Heinen

Wenn Sie, meine geneigten Leserinnen und Leser, der Meinung sind, dass Paris trotz Thalys-Zugverbindung (weniger als 60 €, Hin- und Rückfahrt, bitteschön!) sogar von Lüttich aus doch etwas zu weit entfernt liegt, um einer der typischen Brasserien wie »La Coupole« oder »Terminus Nord« einen gastronomischen Kurzbesuch abzustatten, so mögen Sie Recht haben. Sie können es viel einfacher haben: Mitten im Zentrum der Eupener Unterstadt liegt das »Arti'Choc« oder, wie es früher und vielleicht auch bald wieder in Zukunft heißt, »Vier Jahreszeiten«, das sich ganz bewusst vom früheren, nach Meinung der heutigen Inhaber leicht überholten Betriebskonzept verabschiedet hat und deshalb auf ein flotteres Interieur und eine leichtere, eben typische Brasserie-Küche gesetzt hat. Der Fußboden ist schwarz gefliest, die Dekoration ist auf den Gegensatz hell-dunkel ausgerichtet, die Tische modern mit einem schmalen Tischtuch gedeckt. Das Ganze wirkt einladend, auch wenn die Tische manchmal etwas zu nahe beieinander stehen; in Pariser Brasserien sitzt man allerdings noch viel, viel enger, sozusagen auf dem Schoß des Tischnachbarn. Und wenn dort der eine niest, hat der andere auch noch etwas davon. Was hier natürlich nicht der Fall ist.

Das aktuelle Tagesangebot wird wie in vielen Pariser Brasserien auch auf eine große Schiefertafel geschrieben, die vor den Tisch der jeweiligen Neuankömmlinge gestellt wird.

Darüber hinaus gibt es auf einer klassischen Menükarte das Angebot, das über Wochen bzw. Monaten präsentiert wird, wie z.B. verschiedene Zubereitungen von Artischocken (nomen est omen), eine sehr schöne Auswahl von Salaten, klassische Vorspeisen wie Froschschenkel oder Gambas, interessante Fisch- und Fleischgerichte. Die Preise für die eher gastronomischen Hauptspeisen bewegen sich um die 20 €, nicht gerade geschenkt, aber die Zutaten sind in der Regel erlesen, und das muss nun mal bezahlt werden. Wer es etwas billiger mag, kann aus der so genannten »Brasserieecke« wählen, da gibt's z.B. ein Schweineschnitzel für 13,5 € oder die gegrillte Schweinshaxe für 15 €. Immerhin, Sie speisen in einer gepflegten Umgebung, und am Herd steht der Chef, der sein Handwerk versteht und eine herzhafte Küche zuzubereiten weiß.

Daniel Baratto absolvierte 1979 die Hotelfachschule von Spa, bildete sich in der Stadt Luxemburg weiter und arbeitete danach einige Jahre bei Bosten Unterstadt und im Parkhotel in Kelmis, bevor er dann 1995 seine heutige Wirkungsstätte betrat. An seinem Beispiel ist leicht zu erklären, dass es für einen selbstständigen Küchenmeister in einem kleinen Betrieb nicht ausreicht, das Einmaleins der Kochkunst zu beherrschen, oder etwas blumiger ausgedrückt, einen fetten Schweinebauch von einem zarten Rehrücken zu unterscheiden. Er muss sich darüber hinaus auch um die Inneneinrichtung, die Vermarktung, die Kundenbetreuung, den Einkauf, das Personal und die Finanzen kümmern. Um so besser, wenn er dabei kräftig mit der Hilfe der Familie rechnen kann. Denn seine Frau Katja ist die Tochter der früheren Betreiber, gelernte Dekorateurin-Floristin und war immerhin 18 Jahre lang selbstständig in diesem Beruf tätig. Aber »Nur die Liebe zählt«, was sie in die Arme unseres Küchenchefs und zurück ins elterliche Haus getrieben hat. Sie betreut ihre Gäste gekonnt und professionell und wird dabei regelmäßig von ihrer Mutter unterstützt.

Das Restaurant war voll besetzt, was immer ein gutes Zeichen ist. Die Küche begrüßte uns mit einem Schälchen Oliven, Erdnüssen und einigen Streifen Palmherzen mit Cocktailsoße. Das ist angesichts der Qualität des Hauses und der praktizierten Preispolitik einfach zu wenig. Hier kann der Kunde wirklich nicht auf die Kochkunst des Chefs eingestimmt werden.

Da es keine Menus gab, konnten wir in Ruhe aus dem reichhaltigen Angebot des Tages auswählen. Ich bin schon seit langem der Meinung, dass man die Qualität eines Hauses neben vielen anderen Kriterien wie Sauberkeit, Präsentation, Freundlichkeit und Professionalität des Bedienungspersonals am besten an der Zubereitung der Speisen einschätzen kann. Es ist für einen Küchenchef keine großartige Leistung, z.B. Parmaschinken mit Melonen zu präsentieren. Solche Gerichte sagen rein gar nichts über die Kochkunst des Meisters aus, höchstens etwas über die Einkaufspolitik.

Aber Fisch mit einer passenden Sauce zuzubereiten verlangt schon mehr Können und Timing.

Als Vorspeise wählten wir uns also konsequenterweise ein Gericht aus, wo die Küche sich etwas anstrengen muss. Die überbackenen Jakobsmuscheln mit Garnelen kosten 19,50 €, ist nicht umsonst, aber das verlangt auch keiner. Sie kamen in einer großen Porzellanmuschel an den Tisch, reichlich mit den feinen Garnelen verziert und kräftig mit Käse überbacken. Die Muscheln waren groß, genau richtig gegart und von ausgezeichneter Qualität. Das Gericht war klassisch, aber äußerst schmackhaft zubereitet, die Portionen korrekt, halt wie es sich für eine Vorspeise gehört.

Wir tranken dazu einen weißen Cairanne aus dem Rhônetal, den ich weiter unten noch kurz beschreiben werde. Hier kostete die Flasche, Jahrgang 2004, 27 €. Der Tropfen war hervorragend und der Preis sicher in Ordnung. Allerdings fiel mir auf, dass die Karte verhältnismäßig wenig Weine unter 25 € anbietet.

Das Haus spendierte uns freundlicherweise einen erfrischenden Limonensorbet, der zum Hauptgericht überleitete.

Im Winter stehen in unseren Restaurants häufig Wildgerichte auf der Speisekarte, was den Reiz der hiesigen Küche im Herbst und Winter ausmacht. Das Hirschfilet kostete 23€ und war gekonnt zubereitet und präsentiert. Zwei Stücke feinstes Filet, dazu viel Gemüse wie Schoten, Rosenkohl und Chicoree, ein halber Apfel mit Preiselbeeren und hausgemachte Kroketten. Die Teller waren fast glühend heiß, immer eine gute Sache, denn so bleibt das Gericht auch bei etwas langsameren Essern immer schön warm. Besonders schmackhaft war die leicht säuerliche Sauce, die ganz hervorragend zum Wild passt. Kompliment!. Die kleine Flasche roten Bordeaux, 1ère Côte de Blaye kostete 16 €, der Wein war kräftig genug, um das anspruchsvolle Wildgericht würdig zu begleiten.

Der Kaffee wurde mit einem Teller voller Pralinen und Plätzchen gereicht, dazu spendierte das Haus großzügig ein Gläschen Eierlikör mit Sahne.

Die Kundschaft stammt größtenteils aus dem Eupener Raum, am Wochenende kommen auch viele Touristen, denn das Haus liegt sehr verkehrsgünstig. Im Sommer lädt die hübsche Terrasse vor dem Haus ebenfalls zum Schmausen ein.

Cairanne

Cairanne ist ein kleines Dorf im südlichen Teil des Rhône-Weingebietes, etwas nordöstlich von Orange und in unmittelbarer Nähe des provenzalischen Bergriesen Mont Ventoux und den bekannten Appellationen Gigondas und Vacqueyras. Die besseren Côtes du Rhône dürfen den Namen des »Dorfes« führen und werden so zu »Villages«-Weinen, z.B. Beaumes-de-Venise, Rasteau, Sablet, Valréas, Visan und natürlich Cairanne. Es gibt insgesamt 16 verschiedene »Villages«. Den meisten Weinliebhabern sind die roten Rhôneweine bestens bekannt. Aber es gibt ganz hervorragende Weiße, wie z.B. den Cairanne, den wir im »Arti'Choc« genossen haben. Die Produktion ist verschwindend gering im Vergleich zu den Roten. Die Weißweine werden auf Basis sehr typischer Rebsorten wie Clairette, Roussanne, Viognier oder Grenache blanc ausgebaut. Sie sind intensiv im Geschmack, frisch, delikat und sehr aromatisch. Die Nachfrage nach diesen Weißen ist steigend, und sollten Sie die Gelegenheit haben, einen dieser edlen Tropfen auf der Weinkarte zu entdecken, nicht zögern! Sie sind in der Regel ihren Preis wert, passen am besten zu Fischgerichten und sind eine angenehme Abwechslung zum allgegenwärtigen Chardonnay, der seine Triumphe vor allem im nördlicheren Burgund feiert.

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